Kathmandus Tempel

Ich habe festgestellt, dass man auf Gruppenreisen wirklich selten die Muße hat Blog zu schreiben. Dabei ist das Internet in Nepal ausgesprochen gut! Selbst bis oben in den Berghütten liegen Glasfaserkabel. Die Gruppe war mit 8 Personen jedoch klein und alle Teilnehmer ausgesprochen nett. So haben wir viel Zeit zusammen verbracht, so dass ich bisher einfach nicht dazu gekommen ein weiter zu schreiben.

Kathmandu bei Nacht

Wir verließen unser nicht-so-gutes Hotel und checkten im Yakety Yak Hostel ein, welches für die ersten zwei Nächte unsere Unterkunft sein sollte. Das Hostel war MEILEN besser, als das Hotel… sauber, heißes Wasser, gutes Internet bis in die Schlafsääle, leckeres Essen. Alle Teilnehmer*innen unserer Tour kamen jeweils nach Geschlecht sortiert in ein Zimmer, so dass wir Mädels uns schon kennenlernen konnten. In der Dämmerung lernten wir dann unsere Guides für die Tour kennen. Major a.d. Ram, seinen Backoffice-Mann und Organisator Shovan sowie den sportlichen Ashish. Dann ging es auf in die Gassen Kathmandus bei Nacht.

Durbar Square

Jede größere Stadt in Kathmandu hat einen „Durbar Square“. Im Grunde heißt das einfach nur „Royaler Platz“, also ein offener Platz an einem Palast oder einem royalen Tempel. Jeder einzelne „Durbar Square“ in Nepal ist UNESCO Welterbe 🙂 Der Durbar Square in Kathmandu ist Abends unglaublich voll, viele Menschen beten noch einmal zum Tagesabschluss und nehmen die Gelegenheit wahr dabei noch etwas einzukaufen. Zwischendrin laufen Händler mit leuchtenden Luftballons. Eine wahrlich abenteuerliche Mischung.

Wir bekamen Momos (gedämpfte Teigtaschen mit Hähnchen- oder vegetarischer Füllung) von kleinen Straßenlokalen und jede Menge Erklärungen, an die ich mich größtenteils nicht mehr erinnere. Die Tempel auf dem Durbar Square sind teilweise aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Und in den Gassen drum herum gibt es sogar hier und da etwas Street-Art 😉 Die Kamera hatte etwas Probleme mit den Lichtverhältnissen, daher sind nicht immer alle Fotos so scharf, wie sie sein sollen.

Tempeltour

Am nächsten Morgen ging es dann mit einem Minivan los auf Tempeltour durch Kathmandu. Den Anfang machte der Swayambhunath Temple – für Ausländer einfach „Monkey Temple“. Und siehe da, hier waren wir schon einmal 🙂 Allerdings unten am Fuße des Hügels. Wir sind ja nicht rein/hoch gegangen. Dieses Mal schon. Unser Guide Mj. Ram (seines Zeichens 76 Jahre jung) erklärte uns einiges zum Thema Buddhismus. Was ich natürlich auch großteils schon wieder vergessen habe ^^ Die Stupa ist in vielen Richtungen des Buddhismus eine der wichtigsten Pilgerstätten. Wie in Nepal aber fast überall sind hinduistische Elemente und Schreine Teil des Heiligtums.

Boudhanath Stupa

Die nächste Station war in Boudhanath Stupa. Die Kuppel und die sie umgebenden Ebenen bilden ein großes Mandala. Die Stupa ist eine der größten der Welt. Sie ist – gemeinsam mit Swayambhunath – ebenfalls ein UNESCO Weltkulturerbe. Die Stupas sind übrigens größtenteils tibetischen Ursprungs. Sie enthalten heilige Relikte Buddhas. Die Boudhanath Stupa wurde bei dem Erdbeben 2015 schwer beschädigt und seitdem restauriert. Wir konnten von unserem Mittagspausen-Restaurant aus hervorragend auf die Stupa blicken. Später besuchten wir noch das dazugehörige Kloster.

Pashupatinath Temple

Letzte Station der Tour war der Pashupatinath Tempel am Bagmati River. Er ist der älteste Hindu-Tempel in Kathmandu und erneut UNESCO Weltkulturerbe. Andersgläubige haben in hinduistischen Tempeln in der Regel keinen Zutritt. Hier kann man als Tourist jedoch über eine Brücke auf die andere Flussseite gehen und dem Treiben im Tempel zusehen. Was uns vorher jedoch nicht bewusst war: Der Pashupatinath Tempel ist berühmt für Bestattungen. Aus dem ganzen Land werden Verstorbene gebracht und mit großem Festzug (je nach Anzahl der Trauergäste und finanziellen Mitteln) am Flussufer abgelegt. Dort waschen ihnen die Angehörigen die Füße und den Kopf mit dem zugegebenermaßen nicht einladendem Flusswasser. Anschließend werden die Leichen auf Holzbahren gelegt, in Tücher eingeschlagen und reich geschmückt. Jeder bekommt noch einmal die Gelegenheit sich zu verabschieden, bevor die Bahre auf einem Scheiterhaufen platziert wird und dieser in Brand gesteckt wird.

Ich muss sagen: ich sehe dieses „Spektakel“ zwiespältig. Auf der einen Seite weinen Menschen um ihre Liebsten, klagen laut, trauern leise und auf der anderen Seite sitzt die gaffende Menge wie im Zoo und der beißende Rauch treibt einem selbst die Tränen in die Augen. Ich kam mir ein bisschen vor wie im Zoo. Ich habe nur zwei Fotos gemacht. Keines von den Trauernden. Das fand ich dann doch zu pietätlos.

Damit war der erste aber volle Tag der Tour auch schon vorbei.

Damit die Beiträge nicht so voll und ellenlang werden, bereite ich nun schon einmal den nächsten vor – den gibt es dann morgen. Bis dann 🙂

Eine Antwort

  1. Avatar-Foto Iris Biegner sagt:

    Vielen Dank wie immer 😘🤗
    Weiterhin ganz viel Spaß.

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