Abschied von den Seychellen

Nachdem wir Weihnachten auf La Digue verbracht haben, ging es am 28.12. für uns wieder zurück auf die Hauptinsel Mahé, genauer gesagt in den Süden. Kaum am Fährhafen angekommen übernahmen wir unseren Mietwagen und fuhren zur letzten Unterkunft. Auf dem Weg dachten wir bereits „Hmmmm… der klingt aber komisch…“. Wir kamen jedoch gut an und konnten noch am gleichen Tag bequem die Anse Takamaka, etwa 500m unterhalb der Unterkunft erkunden.

Leider gab es außer einer fürchterlich überteuerten Beach-Bar nichts zu Essen in fußläufiger Entfernung. Daher haben wir jeden Abend in der Unterkunft gegessen, was aber auch ziemlich gut und vor allem bezahlbar war.

Ausflug mit Hindernissen

Am nächsten Tag wollten wir die Westküste hoch fahren bis die Straße endet und unterwegs bei einem schönen Wasserfall anhalten. Kurz vor dem Wasserfall machte unser Auto dann SEHR komische Geräusche und fuhr sich auch nicht mehr besonders gut. Als wir auf dem Parkplatz ankamen fragte der freundliche Herr, der dort kassierte „Ihr wißt aber schon, dass ihr einen Platten habt, oder?“ – Öh… Nö. Hätten wir echt glatt übersehen 😀 Der nette Herr organisierte uns dann auch sogleich einen fitten Jüngling, der uns den Reifen wechselte. Zum Glück hatten wir ein Ersatzrad im Kofferraum. Danach haben wir uns natürlich doch noch den Wasserfall angesehen. Leider ist dieser sehr beliebt und es war wirklich die Hölle los. War trotzdem schön. Zuletzt ging es noch an einen Strand ganz im Norden. Als wir zurück kamen, haben wir mit der Mietwagenfirma organisiert, dass wir alsbald ein neues Ersatzrad bekamen. Zu allem Überfluss haben sie dann auch noch das rechte Vorderrad getauscht, denn der Platten war einfach durch Abnutzung entstanden. Die Vorderreifen waren einfach durch gefahren…

Einmal rund um die Insel

Am 30.12. hatten wir eine geführte Tour mit einem deutschsprachigen Guide, Ian Pillay, gebucht. Er brachte uns zu abgelegenen Stränden, an welchen die Meeresschildkröten bevorzugt ihre Eier ablegen, fuhr mit uns über die Bergpässe mitten auf der Insel und zeigte uns einige Plätze in der Hauptstadt Victoria, alles gespickt mit vielen spannenden Hintergrundinfos. Dieser Tag war definitiv jeden Cent wert und wir haben viele tolle Ecken gesehen und auch viel gelernt.

Die Bilder sind nicht alle in der richtigen Reihenfolge, aber ich denke man bekommt einen guten Eindruck.

Silvester

An Silvester war unser Programm sportlich. In der Nähe unserer Unterkunft gab es einen „Rock Pool“, zu welchem man wandern konnte. Wir dachten, das sei vielleicht ein gemütliches Stündchen und die Fotos sahen auch gut aus. Aber weit gefehlt. Wir kraxelten wieder steil auf und ab und sahen dann auch, warum hier Wanderer immer wieder mal spurlos verschwinden. Zwischen den Felsen wachsen Wurzeln über Spalten, die gut 10m und mehr tief sind. Auf die Wurzeln legen sich Blätter, es entsteht eine dünne Erdschicht, aus der neue Pflanzen wachsen. Alles sieht aus wie fester Boden… Aber im Grunde ist es wie eine klassische Fallgrube. Wir wanderten gute zwei Stunden, bis wir an eine Stelle kamen, an der eine Leiter die weiteren Felsen hoch führte. Hier haben wir aufgegeben, denn wir kamen schon nicht über die Felsen bis zur Leiter. Ein slowenisches Pärchen, dass bis zum Pool gelaufen war, sagte uns dann auch, dass es ziemlich „underwhelming“ war. Das Wasser ist schwarz, es ist rutschig und stinkt…

Abends gab es dann noch ein 6-Gänge Menü und nettes Anstoßen mit den Leuten in der Unterkunft. Aber alles ganz entspannt. Feuerwerk gibt es sowieso nur auf Sondergenehmigung. Genau so wie ich es mag 😉

Zweiter Besuch an der Anse Police

Weil uns der abgelegene Schildkrötenstrand so gut gefallen hat, sind wir im neuen Jahr gleich noch einmal hin gefahren. Wie schon an den vorherigen Tagen regnete es immer wieder heftig, aber wir konnten immer wieder Lücken abpassen. Die Anse Police ist einfach wunderschön und wild. Die Brandung rauscht laut und in den Wellen tummeln sich Baby-Zitronenhaie. Wir haben erneut Spuren von Schildkröten gesehen, die scheinbar in der Nacht Eier abgelegt haben. Mahé‘s Süden ist einfach traumhaft wilde Natur.

Der letzte Tag

Am 2.1. hieß es auschecken. Wir sind dann nach Victoria in den botanischen Garten gefahren. Auch hier hat es immer wieder heftig geregnet. Der Botanische Garten hat ein paar schöne Ecken, ist aber leider ziemlich schlecht instand gehalten.

Anschließend sind wir noch einmal durch die Innenstadt, haben lecker gegessen und sind dann zum Flughafen, wo wir unser Auto abgegeben haben. Nach weiterer Wartezeit konnten wir dann einchecken und haben bis zum Abflug Zeit totgeschlagen.

Weiter geht‘s

Martina ist in Dubai nach Frankfurt umgestiegen, ich habe gute 6 Stunden dort verbracht und bin dann weiter nach Kathmandu. Die Seychellen waren wirklich wunderschön, aber auch wirklich teuer. Für mich hat es sich trotzdem gelohnt. Nun bin ich gespannt auf den Himalaya und den Indischen Subkontinent 🙂

Eine Antwort

  1. Avatar-Foto Iris Biegner sagt:

    🥰👏👍😘🤗 vielen lieben Dank wie immer !

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