Quirliges Nepal

Nach den Seychellen bin ich direkt nach Kathmandu geflogen.

Was für ein Schock ^^ Nach 30 Grad am Tag und 28 Grad in der Nacht ist es hier tagsüber um die 16 und nachts bis kurz vor den Gefrierpunkt. Natürlich habe ich das vorher gewußt, aber es ist doch immer noch einmal etwas anderes, wenn man es selbst erlebt. Zum Glück hatte Martina mir einen dicken Fleecepulli und eine Daunenjacke mit auf die Seychellen gebracht. Mit der Hotelauswahl habe ich allerdings kein gutes Händchen bewiesen. Die Bettwäsche und Laken waren fleckig, der Raum roch bestialisch nach Naphtalin und warmes Wasser gab es auch tagelang nicht wegen Bauarbeiten an den Wasserleitungen. Das in Nepal nirgendwo geheizt wird war klar. Das die Zimmer kein einziges mal gereinigt wurden nicht. Man darf nirgendwo Klopapier herunter spülen, sondern wirft es in einen Eimer neben der Toilette. Bei 16-18 Grad tagsüber ist das nach einigen Tagen nicht mehr so schön…

Thamel

Aber zu den guten Dingen 🙂 Im Hotel wartete bereits Oliver, meine nächste Reisebegleitung. Gemeinsam gingen wir eine Mütze aus Yakwolle sowie einen Cashmere-Schal einkaufen. Es ist ja nicht so, als ob ich das alles zuhause liegen hätte… Aber irgendetwas muss man sich ja auch aus den bereisten Ländern mitbringen. Thamel besteht aus kleinen Gassen mit unendlich vielen Restaurants und touristischen Shops. Und überall sind Tempel und Schreine versteckt. Man kann überall herum laufen und fühlt sich immer sicher. Selbst in der kleinsten Gasse, welche meistens die leckersten Restaurants verstecken. Alles hier ist extrem günstig. Ein Essen zum anschließend nach Hause rollen kostet oft nur wenige Euro. Hier ein paar Eindrücke:

Rundflug zum Mount Everest

So ziemlich als erstes haben wir einen Rundflug zum Mount Everest gebucht. Es ging sehr früh morgens los (Abholung um 5:30 Uhr), damit man um 6:30 Uhr abheben kann und gegen 6:50 Uhr den Sonnenaufgang an den Bergspitzen genießen kann. Man fliegt etwa 20 min Richtung Everest und hat dann so 5-8 min Ausblick. Dann macht das Flugzeug eine Kurve und die andere Sitzreihe kann den Ausblick genießen. Anschließend fliegt man wieder 20 min am Himalaya entlang zurück. Es war nicht ganz günstig, hat sich aber trotzdem gelohnt, wie wir finden. Das Gebirge ist wirklich exterm beeindruckend.

Garden of Dreams

Da wir ja einige Tage Zeit hatten Kathmandu auf eigene Faust zu erkunden, haben wir jeden Tag eigentlich zwei Dinge unternommen. Unter anderem waren wir im Kino und haben Avatar angeschaut und im Palastmuseum, wo man aber keine Fotos machen durfte. Es war trotzdem sehr spannend zu sehen, wie die nepalesische Königsfamilie bis zu ihrer Ermordung 2001 gelebt hat. Außerdem waren wir noch im „Garden of Dreams“, einem kleinen aber feinen Park am Rande von Thamel.

Nationalmuseum

Ein weiterer Ort, der uns sehr gut gefallen hat, war das Nationalmuseum. Hier sieht man tolle Exponate der hinduistischen und buddhistischen Kultur, man erfährt viel über die Entwicklung und Verbreitung und die damit verbundenen Darstellungen. Im Naturhistorischen Teil befinden sich außerdem zwei Flaggen, welche von den Apollo-Missionen zum Mond und zurück geflogen wurden, sowie mehrere Mondsteine. Das war ebenfalls sehr interessant.

Monkey Temple light 😉

Nach dem Nationalmuseum wollten wir EIGENTLICH zu einer goldenen Buddahstatue laufen. Irgendwo sind wir aber falsch abgebogen und standen plötzlich vor dem Affentempel, korrekt jedoch „Swayambhu“. Da wir diesen später noch einmal mit der gebuchten Tour besuchen sollten, sind wir nicht hinein gegangen. Aber auch die hunderte Meter lange Wand voller Gebetsmühlen und der Eingangsbereich boten bereits ein tolles Bild!

Liebenswertes Chaos

Am darauf folgenden Tag ging dann unsere organisierte Tour los. Von dieser erzähle ich aber ein anderes Mal mehr. Kathmandu und Nepal sind auf jeden Fall ein sehr angenehmes und liebenswertes Reiseland, wenn man im Winter genügend warme Socken und Pullis mit hat, und wenn man im Sommer an genügend Mückenschutz (Dengue, Typhus) denkt. Die Stadt an sich ist sehr sauber, nur an den Flüssen und Bächen sammeln sich Müll und Abwasser. Die Straßen sind sehr staubig und die Abgase ziemlich extrem (sehr viele Menschen tragen Maske, was auch Sinn macht), der Verkehr ist pure Anarchie (wenn man die Straße überqueren möchte, muss man einfach gehen und vertrauen…), weder die Sprache noch die Schrift sind auch nur im entferntesten zu verstehen, aber die Menschen sind irgendwie alle sehr putzig und lieb. Zwischen modernen Gebäuden stehen viele historische, hutzelige Häuser und immer wieder stolpert man über den einen oder anderen heiligen Ort. Spiritualität und Religion sind hier allgegenwärtig und trotzdem nicht aufdringlich. Und in all dem Chaos liegt irgendwie ein gewisser, faszinierender Charme.

3 Antworten

  1. Avatar-Foto Renate De groot sagt:

    Wat heb je een mooie reis vanessa.ik ben ook blij met de mooie fotos.heel veel groetjes van tante renate en ome jan.tot het volgende.

    • Vanessa Vanessa sagt:

      Hoi Renate 😀
      Leuk dat je mijn blog volgt en de foto’s leuk vindt. De rijs is een groot avontuur, maar ook een beetje vermoeiend. Heel veel indrukken! Kusjes naar Nederland! Vanessa

  2. Avatar-Foto Eva sagt:

    Boaaaaaaah………schon wieder meeeeeeeeeeega tolle Bilder!!

Kommentare sind geschlossen.